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LEON STANISŁAW PINECKI

Leon PineckiIn Sulęcin wohnte ein dreifacher Weltmeister im Ringen

Geboren am 6. April 1892 in Stołun (Stalun) nahe Międzyrzecz (Meseritz), gestorben am 26. Juli 1949 in Sulęcin. Ringer, Athlet. Die Zeitungen nannten ihn seinerzeit „König des Doppel-Nelson, oder aber „großpolnischer Riese", „menschlicher Gorilla", „polnisches Mastodon", „polnischer Turm". Neben Zbyszek Cyganiewicz und Teodor Sztekker einer der bekanntesten polnischen Ringer in der Zwischenkriegszeit.

Kämpfte auf einer Vielzahl von Ringer-Turnieren in Polen (Warschau, Poznań, Katowice, Częstochowa, Bydgoszcz u. a.) sowie im Ausland (Prag, Berlin, München, Königsberg, Budapest), in den USA (ab Ende 1931) und in Südamerika.
Er verfügte über eine ungewöhnliche körperliche Statur: Größe - 203 cm, Gewicht zwischen 128 und 143 kg, Abstand der gespreizten Arme - 248,8 cm. Fünfmaliger Europameister und dreifacher Weltmeister im Ringen. Hauptsächlich kämpfte er im französischen Wälzringen, aber auch im amerikanischen Freistil.
Seine Eltern stammten aus dem im Nordwesten Großpolens gelegenen Kreis Międzyrzecz der ehemaligen Wojewodschaft Poznań. Der Vater war Dorfmaurer in Stołun nahe Pszczew (Betsche). Hier verbrachte Leon Kindheit und Jugendjahre. In den Jahren 1914 - 1918 nahm er als deutscher Soldat am Weltkrieg teil, kämpfte bei Verdun, war mehrmals verwundet. An der Front dürfte er durch seine Körperphysis Aufmerksamkeit erregt haben. Nach Ende des Krieges trainierte er Ringen im Berliner Athleten – Klub. Sein Kampfdebut fand im Jahre 1919 statt.
Im Jahre 1920 begann er in Hamburg eine Profikarriere. Bis zur Machtübernahme durch Hitler im Jahre 1933 startete er für die Farben der Republik Polen, eines Landes, dessen Staatsbürger er nicht war und in dem er nicht ständig wohnte.
Er nahm an einer Vielzahl von Ringer-Profiturnieren teil: Katowice 1925 und 1926, Gdańsk (Danzig) 1926 – 2. Platz, Warschau 1927- 2. Platz, an Europameisterschaften und den Internationalen Spielen der Profi-Athleten in Berlin 1927 und 1928 – 4. Platz, den Meisterschafter Slawischer Länder in Prag 1931 – 1. Platz, am Ringerturnier mit internationaler Beteiligung in Bydgoszcz (Bromberg) im Jahre 1931 - 2. und 3. Platz ex aequo mit Teodor Sztekker, dem Weltmeister, den er nach einem erschöpfenden Doppel-Nelson besiegte. Im Jahre 1931 errang er (zum zweiten Mal) den Goldenen Gürtel der Stadt Berlin.
Die Auftritte von Pinecki in den Farben der Republik Polen wurden durch die Machtergreifung Hitlers unterbrochen Die Machthaber zwangen nicht nur deutsche Staatsbürger sondern auch sich zeitweise in Deutschland aufhaltende Arbeitsimmigranten zu Auftritten in den Farben des Dritten Reiches. Dies betraf umsomehr Piniecki, einen Staatsbürger des Deutschen Reichs, der aus einem Teil Großpolens stammte, das nach Abschluss des Versailler Vertrages kein Teil Polens mehr war.
Im Jahre 1930 erwarb Leon Pinecki in Łagów Lubuski (Lagow), einem malerisch gelegenen Städtchen, dessen Gründung auf die Johanniter zurückgeht, ein Hotel mit Restaurant, das er bis Kriegsende führte. Das Jahr 1933 war für Pinecki der Beginn einer Zeit brutaler Schikane seitens der deutschen Reichsbehörden: Revisionen, Androhung des Konzessionsentzugs für Hotel und Restaurant. Er unterlag permanenter Verfolgung und polizeilicher Festnahmen. Mehrmals wurde er dem Polizeiarrest in Świebodzin (Schwibus) sowie in Sulęcin (Zelenzig) zugeführt. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen machte er vieles durch: er durfte Lagow nicht verlassen, von allen Seiten wurde er beobachtet und verfolgt. Er wurde der Spionage verdächtigt, aber man konnte ihm nichts nachweisen. Während des Krieges war er mehrmals inhaftiert. Stets befand er sich unter Polizeiaufsicht und wurde ins Straflager Potsdam transportiert.
Im Jahre 1940 wollte man Pinecki als Polizist nach Polen schicken, er jedoch lehnte ab. Man versprach ihm eine gute Stellung, aber auch darauf ging er nicht ein. Daraufhin wurde er als Spatensoldat einer Arbeitskompanie zugewiesen und er arbeitete zwangsweise auf einen Bauernhof und einer Fabrik. In der polnischen Militärmission in Berlin reichte Leon Pinecki im Jahre 1946 einen Antrag auf polnische Staatsbürgerschaft und die Rückkehr nach Polen ein.
Im Sommer 1947 kam Leon Pinecki nach Łagów zurück, wo er weiterhin Schikanen – diesmal durch das Kreisamt für öffentliche Sicherheit in Sulęcin – ausgesetzt war. Er erhielt keine Genehmigung für den Hotel- und Restaurantbetrieb in Łagów. Dennoch stieg er als Mitglied der von dem aus Poznań stammenden Artur Czajczyński organisierten Ringermannschaft in den Städten Großpolens, ebenso in Kraków, in den Ring.
Im Jahre 1948 ließ er sich in Sulęcin nieder und betrieb im Gebäude am Markt 14 gemeinsam mit der von ihm im Jahre 1948 geehelichten, aus Warschau stammenden, Helena Piotrowska ein kleines Restaurant. Leon Stanisław Pinecki starb am 26. Juli 1949 an den Folgen eines Herzinfarkts. Er wurde auf dem Friedhof in Łagów beigesetzt.

Im Jahre 1986 wurde am Gebäude, in dem Leon Stanisław Pinecki wohnte, eine Gedenktafel enthüllt, einige Jahre später eine Straße nach ihm benannt.

 

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Dariusz Ejchart burmistrz wita jasne

Ich begrüße Sie auf das Herzlichste auf der Internetseite der Gemeinde Sulęcin.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und lade Sie zu einem Besuch unserer reizvollen Heimat – dem Sulęciner Land - ein.

Dariusz Ejchart
Bürgermeister von Sulęcin

serdecznie witam na stronie internetowej Gminy Sulęcin.

Życzę przyjemnej lektury i zapraszam do odwiedzenia urokliwej Ziemi Sulęcińskiej.