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Militärstützpunkt für atomare Sprengköpfe

Militärstützpunkt für atomare Sprengköpfe

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In der Umgebung von Trzemeszno Lubuskie befand sich ein geheimer Militärstützpunkt für atomare Sprengköpfe

Der geheime sowjetische Militärstützpunkt für Atomsprengköpfe „Wołkodaw”(Wolfshund”) nahe Trzemeszno Lubuskie.


Das Lebuser Land, von Historikern als das „Tor nach Berlin“ bezeichnet, nimmt innerhalb der europäischen Militärhistoriografie eine besondere Stellung, da gerade hier im Laufe der Geschichte eine Vielzahl militärtechnologisch moderner Befestigungsanlagen erbaut wurden.
Einfluss darauf hatten seine militärtaktische, geomorphologische und unbestritten, seine geopolitische Lage. In den letzten 100 Jahren war das Lebuser Land ein riesiger Bauplatz für militärische Objekte, die ursprünglich der Verteidigung der deutschen Hauptstadt dienen sollten, und es hier nach der Veränderung der politischen Machtverhältnisse und des Verlaufs der Westgrenze nach dem 2. Weltkrieg zur Einrichtung von Lagern für Atomwaffen kam .

DER KALTE KRIEG
Währen des kalten Krieges bereitete sich der Warschauer Vertrag auf einen Atomschlag auf Westeuropa vor. Im Jahre 1960 wurden unter angenäherten kriegsähnlichen Bedingungen Übungen durchgeführt, deren Zielstellung in der Simulation des Transports von Atomwaffen aus der UdSSR nach Westpolen, zu den Angriffstruppen, durchgeführt. Geprobt wurde der der Transport zu Wasser, in der Luft und auf dem Landwege. All diese Versuche endeten in einem Fiasko. Die Raketentruppen sollten sofort einsatzfähig sein, jedoch erwies sich die Transportdauer als zu lang, hinzu kam, dass während des Transports die Atomsprengköpfe der Zerstörung durch den Gegner ausgesetzt waren. Also fiel die Entscheidung: Die atomaren Sprengköpfe müssen bereits vorher in Polen vorhanden sein.

EINE WEITGEHENDE ENTSCHEIDUNG
Ergebnis der misslungenen Übungen war der Abschluss einer geheimen Vereinbarung („über zu treffende Maßnahmen zur Erhöhung der Kampfbereitschaft der Truppen“) zwischen dem Verteidigungsminister der Volksrepublik Polen, Marian Spychalski, und dem Verteidigungsminister der UdSSR, Marschall Andrej Gretschko, am 5. Februar 1967 in Moskau. Diese Vereinbarung betraf die Einrichtung von Lagern für Atomwaffen für deren Soforteinsatz auf dem Territorium Polens. Gespräche dazu fanden bereits wesentlich früher, ab dem Jahre 1966, statt. Das entsprechende Programm erhielt die höchste Geheimhaltungsstufe und den Decknamen „Wisła”.

ATOMWAFFEN IN POLEN
Um einen schnellen Nachschub der Atomsprengköpfe zu den Abschussrampen auf dem Territorium Polens zu sichern, wurden in den Jahren 1967-1970 drei Lagerkomplexe für Atomwaffen errichtet, die der vollständigen Kontrolle der sowjetischen Seite unterlagen. Objektstandorte waren: Podborsk, in der Nähe von Białogard – Objekt 3001, Brzeźnica – Kolonia bei Jastrowie – Objekt 3002 sowie unweit von Trzemeszno Lubuskie bei Wędrzyn im Lebuser Land – Objekt 3003 mit dem uns bekannten Decknamen „Wołkodaw”(„Wolfshund“). Die polnische Seite finanzierte den Kauf von Baumaterialien. Ausführung und Ausstattungsbeschaffung oblagen der sowjetischen Seite, einschließlich Eigentums- und Nutzungsrechten. Nach Bauabschluss wurden die Lager der Nordgruppe der Roten Armee, mit Sitz des Armeestabs in Legnica, übergeben. Die Übergabe der Stützpunkte und die offizielle, obgleich geheime Zustimmung zur Lagerung von Atomwaffen auf dem Territorium Polens hätte eine ernsthafte Gefahr sowohl für das Land insgesamt als auch die Bewohner in den naheliegenden Städten und Dörfern heraufbeschwören können.

DAS GEHEIMNIS DES WALDES UNWEIT VON TRZEMESZNO LUBUSKIE
Niemand hatte auch die geringste Vorstellung darüber, was in den schönen Waldgebieten nahe des Truppenübungsplatzes von Wędrzyn, in unmittelbarer Nähe zu den kristallklaren Wassern des Buszno-Sees, gebaut wurde. Die Wahrheit kannten einige wenige hochrangige Offiziere des Generalstabes der Polnischen Volksarmee.
Der Komplex 3003 (Wołkodaw), gelegen auf ca. 300 ha im Wald unweit von Trzemeszno Lubuskie, glich einer gut bewachten Festung. Der gesamte Bereich war von einem hohen Stacheldrahtzaun umgeben. In seinem Inneren gab es Kasernen, Verwaltungs- und Technikgebäude sowie Sicherheitszonen, in denen sich die Lagerbunker der Atomsprengköpfe befanden, die zusätzlich mit einer Mauer aus vorgefertigten Betonteilen umgeben waren. Die Zufahrt zu den am stärksten bewachten Zonen war lediglich durch ein Haupttor mit Wachposten möglich. Eine Reihe von Wachtürmen und Schützenständen wachten über die Sicherheit des Stützpunktes. Der Bereich zwischen den Umzäunungen wurde von Hunden, angekettet an sich zwischen Signalmasten und Signalminen erstreckende 30 m lange stählerne Laufleinen, bewacht. Im Fall erhöhter Gefechtsbereitschaft war die Anlage von Minenfeldern vorgesehen. Hinzu kamen ebenso zusätzliche Sicherungsmaßnahmen in Gestalt von: kleinen Schützenständen in speziell dafür vorgesehenen Einbuchtungen der Betonumzäunung; eines zusätzlichen Wachpostens außerhalb der Sicherheitszone; der Notfallausfahrt vorgelagerte Schützengräben und eines kleinen Betonschützenbunkers direkt an der Betonumzäunung, der über einen geschlossenen Laufgraben zu erreichen war. Zusätzlich wurden entlang der Verteidigungslinie an der Umzäunung vorgefertigte SPS-2M-Maschinengewehrunterstände, Graben- und Röhrenbunker sowie Beobachtungs
unterstände aufgestellt. Der Lagerstandort wurde aus Sicherheitsgründen mit Hilfe von Stacheldrahtzäunen in drei Sicherheitsbereiche unterteilt. Jeder dieser Bereiche bestand aus Lagerbunker mit Laderampe. In der Nähe des Haupttores befand sich ein Bunker vom Typ „Granit”, kugelförmig, mit Laderampe, erbaut Mitte der 70er Jahre. In ihm wurde Artilleriemunition Kaliber 152 mm und 203 mm mit atomaren Granatköpfen von 73 kg gelagert. Seine unmittelbare Absicherung bestand aus den Bunker umgebenden Schützengräben mit durchnummerierten Schützenständen für jeden einzelnen der Soldaten sowie auf der Erdschicht des Bunkers angebrachten, mit Stacheldraht umwickelten Antiluftlandungsmasten. Der Bunker selbst bestand aus vorgefertigten Elementen, er verfügte über eine Lüftungsanlage und gepanzerte, fliegerbombensichere Türen. Zwei weitere, durch Stacheldraht getrennte Zonen waren Standort von zwei T-7-Lagerbunker für Atomsprengköpfe von Trägerraketen des Typs 8K11 und 3R10. In den zweigeschossigen Bauten befanden sich jeweils vier Lagerräume, ein Transportkorridor und einen Komplex technischer Räumlichkeiten, bestehend aus Stabszimmern, Lüftungsstation, Räume für klimatechnische Anlagen, Maschinenraum, Filteranlage, Reglerraum, Wasser- und Kraftstoffbehälter. Gefehlt haben aber Räume für die Mannschaften, die während mehrstündiger Alarmsituationen und Bunkerverschluss bei Ruhepausen mit dem Fußboden Vorlieb nehmen mussten. Die Sprengköpfe wurden auf bereiften Spezialwagen, stabilisiert durch im Boden verankerten Seile, gelagert, sodass sie sich im Fall von nahe einschlagenden Bomben und den damit in Verbindung stehenden Erschütterungen des Bunkers nicht im Inneren des Lagerraums verschieben konnten. In jedem der mit einer leichten Schiebetür versehenen Lagerräume war die Unterbringung von 15 Wagen mit Sprengköpfen vorgesehen. Ein an der Wand befestigter Geigerzähler, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsanzeiger sowie ein Ventil für die Reinigung und Behandlung der Sprengkopfwagen mit Pressluft waren obligatorische Bestandteile eines jeden Lagerraumes. In den Lagerräumen war ein Temperatur von +5˚ bis +15˚C. einzuhalten. In kritischen Situationen war ein in kurzen Zeitabständen (nicht länger als drei Monate) auftretender Temperaturanstieg auf max. 25˚C möglich. Die Luftfeuchte musste einen Wert von 40 bis 70 % aufweisen, bei Wartungsarbeiten nicht weniger als 55%. Diese Anforderungen der Aufbewahrung der Sprengköpfe erforderten von den Projektanten für das Objekt den Einsatz effektiv und störungsfrei arbeitender Belüftungs-, Heizungs-, aber auch Kühlanlagen. Der Bunker verfügte über zwei Transporteingängen, gesichert durch gepanzerte Betontüren mit einer Dicke von 0,5 m, mit Verrieglungsmechanismus, und einen gesonderten Zugang für das Dienstpersonal in Gestalt eines Turms aus Stahlbeton mit Treppe und Schützenständen. Interessant ist, dass Hebezeuge für eine horizontale Beförderung der Wagen mit den Sprengköpfen in der Transport- und Instandhaltungshalle fehlten. Ersetzt wurden sie durch einen Aufzug, der an einer unter der Decke befindlichen Laufkranschiene befestigt war. Auf der mit Erde bedeckten Außenseite des Bunkers befanden sich Belüftungs- und Abgasabzüge, die leicht mit Hilfe von thermischer Luftaufklärung zu erkennen sind Als zusätzliche Schutzeinrichtung wurden hier ein mit vier Schützenstände und zwei Einmann-SPS-2M-Unterstände aus Stahlbeton versehener Holzturm errichtet. Für eine zügige Bedienung des Bunkers wurden jeweils zwei Laderampen – jede mit drei Posten, die durch Tarnnetze und Blechüberdachungen verdeckt waren, erbaut. Einen unmittelbaren Schutz garantierten Laufgräben mit nummerierten Schützenständen, kleine SPS-2M-Unterstände, Einzelschützenstände und ein Unterstand mit gepanzertem Turm für ein schweres Maschinengewehr. In jeder Zone wurden ebenso kleine, unterirdische Röhrenbunker, genutzt als Unterstände für den Rettungsdienst, und oberirdische Beobachtungsposten in den Unterständen sowie in Baumkronen eingerichtet. Der Transport zwischen den Zonen wurde über Feldwege, die mit Betonplatten ausgelegt waren, abgewickelt. Im gesamten Gebiet wurden ca. 30 überdachte, feldmäßig eingerichtete Stellen für Transportmittel eingerichtet, ebenso eine Garagen-Überdachung und eine kleine Werkstatt mit Hebebühne für laufende Reparaturen.
Es wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass für den Schutz einer jeden der Lagerzonen ca. 120 Soldaten von Spezialeinheiten (Specnaz) und 12 Schützen
panzerwagen BMP-1 plus zwei Fahrzeuge (Motorisierte Schützenkompanie) eingesetzt wurden.
Offiziell gesteht die russische Seite die Lagerung von Atomwaffen auf dem Territorium Polens nicht ein.

Textpassage aus der Publikation „Sulęcin – von den Anfängen der Geschichte bis zum Kalten Krieg” (Sulęcin - od pradziejów do czasów zimnej wojny”)- Referat Robert M. Jurga

Wir laden Sie herzlich zur Besichtigung eines Modell des „Geheimen sowjetischen Militärstützpunktes für atomare Sprengköpfe „Wołkodaw” nahe Trzemeszno Lubuskie”, ausgestellt im Zentrum für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Sulęcin, ul. Młynarskiej 1, ein.

 

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Dariusz Ejchart burmistrz wita jasne

Ich begrüße Sie auf das Herzlichste auf der Internetseite der Gemeinde Sulęcin.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und lade Sie zu einem Besuch unserer reizvollen Heimat – dem Sulęciner Land - ein.

Dariusz Ejchart
Bürgermeister von Sulęcin

serdecznie witam na stronie internetowej Gminy Sulęcin.

Życzę przyjemnej lektury i zapraszam do odwiedzenia urokliwej Ziemi Sulęcińskiej.